Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Die gamescom wurde – schon zum 2ten Mal, wie nicht anders zu erwarten war – durch die üblichen PR-Routinen medial im Vorfeld hochgehyped und wird mit Sicherheit wie auch im letzten Jahr im Resümee in den höchsten Tönen als Erfolg gelobt werden.

Doch wie war das in 2009 – wurden die 245.000 Besucher, also besagte Gamer und Peripherinteressierte von der – aus unserer Sicht – eher durchschnittlichen Ausstellerperformance wirklich überzeugt

Konnten sie wirklich ein Gefühl echter Begeisterung aus der GC 2009 mitnehmen? Mag sein, dass die Gamerherzen – anfänglich wie unsere auch – höher schlugen, als sie die GC betreten hatten; doch was war danach? Unser Puls ging schon während des Besuchs recht schnell wieder auf Normalniveau runter – leider.

Doch warum?

Letztendlich haben alle Spiele-Studios für die GC sehr viel Energie eingesetzt und finanziellen Aufwand betrieben, um während der GC einen emotionalen Höhepunkt zu schaffen. Doch wurde dieses „energetische Niveau“ intelligent hochgehalten und sowohl in medialen und zeitlichen Dimensionen noch weiter“gespielt“? Reichen dazu lieblose Incentives wie billige Schlüsselanhänger und Mousepads? Ist das der richtige Weg, sich in den Gamerherzen auch nach dem „Emotional-Peak“ einer GC lebendig zu halten?

Wir denken, dass die Mehrzahl der Gamer-Community – sowohl Casual-Gamer als auch engagierte Multiplikatoren – durch einen erlebbaren Mehrnutzen, der weit über den kurzen Ausstellungszeitraum einer GC hinausgeht, sich weitaus stärker als “Fangemeinde” identifizieren und somit auch einen Spiele-Titel bzw seinen Entwickler/Publisher mit mehr “Treue” honorieren würde.

Aber mal sehen – wir sind auch dieses Jahr wieder in Köln vor Ort und werden dann sehen, wie weit dieses Jahr über den Tellerrand geblickt wird.